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20.10.2010 18:00
Diplom-Kaufmann und Geschäftsführender Gesellschafter der Reisgen GmbH & Co. KG, Düsseldorf |
Apotheken verfügen über begrenzte Möglichkeiten, ihre Produkte und ihr Leistungsspektrum zu bewerben. Das Schaufenster ist eines der wichtigsten Elemente, um potentielle Kunden anzusprechen. Dabei gilt es, einige grundsätzliche Gestaltungsregeln zu beachten. |
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Auch im Zeitalter des E-Commerce und der elektronischen Medien ist das Schaufenster eine wichtige Informationsquelle beim Kauf von Produkten. Denn es gilt: Nur was gesehen wird, wird auch gekauft. Diese Erkenntnis haben fast alle Geschäftstypen in hohem Maße umgesetzt. Umso erstaunlicher ist der Anteil an Apotheken, die statt der Produkte, die sie verkaufen, Zwerge und Plüschtiere im Schaufenster präsentieren. Gerade im OTC-Bereich gewinnt die Schaufensterdekoration zusätzlich an Bedeutung. Denn für alle Beteiligten im Pharmageschäft ist unbestritten, dass der Beitrag des OTC-Geschäfts insgesamt immer wichtiger wird. Die Erträge aus dem rezeptpflichtigen Bereich sind fix beziehungsweise sinken und können seitens der Apotheker kaum beeinflusst werden. Immer mehr Produktgruppen und Präparate verlieren zudem die Verschreibungsfähigkeit. Für diese Produkte muss nun hauptsächlich über Endverbrauchermedien geworben werden. Dabei ist die Apotheke ein interessanter Vertriebskanal für Pflegeprodukte, Kosmetik und ähnliches. Gerade diese Produkte sind aber Zusatzkäufe und erklärungsbedürftig. Gleichzeitig hat die Apotheke in diesem Bereich große Konkurrenz, da viele Drogeriemärkte ein vergleichbares Angebot haben. In diesem Umfeld ist es für den Apotheker elementar, alle zur Verfügung stehenden Mittel und Möglichkeiten zu nutzen, um sein Leistungsprofil herauszustellen und sich als attraktiver Einkaufsort zu präsentieren. Goldene Regeln für die Schaufensterdekoration
Eine Frage des Blickwinkels
Klare Aussagen treffenDie Apotheke wird derzeit noch eher als Ort der Problemlösung als der Bedarfsweckung wahrgenommen. Darauf sollte auch das Erscheinungsbild abgestimmt sein:
Wie oben bereits erwähnt, werden jedoch auch OTC-Produkte, wie z.B. Kosmetik, Präventionspräparate etc. für die Apotheke zunehmend wichtiger. Diese Produkte zielen allerdings weniger auf eine Problemlösung als auf eine Bedarfweckung ab. In der Schaufensterdekoration kann sich dies wie folgt widerspiegeln:
Apotheken – ein besonderer Ort für besondere ProdukteEs gibt keine zweite Chance für den ersten Eindruck. Das trifft auch auf das Schaufenster zu: Im Betrachtungszeitraum von wenigen Sekunden wird entweder Interesse und Bedarf geweckt – oder eben nicht. Dabei sind es hier – in Gegensatz zu z.B. Modegeschäften – nicht die „schicken“ Produkte, die die Aufmerksamkeit auf sich ziehen, sondern Präparate, die der Kunde typischerweise in der Apotheke sucht. Eine Prioritätenliste für zu präsentierende Produkte würde in etwa wie folgt aussehen:
FazitDas Schaufenster ist eine exklusive Werbefläche und das zentrale Aushängeschild eines Geschäftes. Genau deshalb sollte jeder Apotheker ein besonderes Interesse daran haben, diese Fläche stets aktuell auszustatten. Eine innovative Gestaltung gibt einem Schaufenster zudem eine persönliche Note. Der Besitzer kann hier seine ganz persönliche Handschrift einbringen und sich – ebenso wie auf der Firmenhomepage oder in der Offizin selbst – individuell positionieren. So wird das Schaufenster durch einfache Mittel zu einer Verlängerung der klassischen Werbemaßnahmen am Point of Sale. |
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Verantwortlicher Autor für den Inhalt dieses Beitrags: Beitrag ersterschienen im ApothekenManager 2/2010 Christoph Schniewind, Diplom-Kaufmann und Geschäftsführender Gesellschafter der Reisgen GmbH & Co. KG. Reisgen dekoriert mit ca. 150 Gestaltern für visuelles Marketing regelmäßig ca. 10.000 deutsche Apotheken. Daneben ist das Unternehmen auch in den Branchen Parfümerie, Mode, Telekommunikation und Finanzdienstleistung tätig. Beitrag teilweise ergänzt durch ASYS und Reisgen GmbH & Co. KG |
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